TRENDS

Frische Informationen, bewertet durch unsere Referenten!

In lockerer Reihenfolge zeigen wir Ihnen was in der Projektmanagerszene los ist; bewertet und hinterfragt durch unsere Trainer und Referenten.

Resilienz in Projekten

Autor: Michael Taube

MTA-Gesicht

In den letzten Monaten begegnet mir der Begriff Resilienz ständig. Mal von der, mal von einer anderen Seite wird mir der Begriff um die Ohren gehauen. Doch was hat er mit Projekten zu tun?
Eine gute Frage: leider gibt es für Projektmanagement keine Definition. Suchen wir uns die am ehesten Passende:
"Resilienz (von lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Mit Resilienz verwandt sind Entstehung von Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Selbsterhaltung. Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit." (Wikipedia)".
Es geht damit um die Menschen, die in Projekten aktiv sind, vorrangig um die Projektmacher. Projektleiter/ in und die Mitglieder des Projekttkernteams unterliegen häufig Situationen, die sie seelisch negativ beeinflussen. Wir müssen lernen mit den Situationen umzugehen und unser seelisches Gleichgewicht zu behalten.
Wichtig ist es, dass jeder Mensch sich eine Wertewelt aufbaut, nach der er handeln kann. Daneben brauchen die Projektmacher Selbsterkenntnis über ihre Person. Hilft beides nicht, um alle negativen Situationen zu bewältigen, ist es notwendig auf Dritte zurück zu greifen (in manchen Branchen Supervision genannt).

ICB 4 - Der neue Kompetenzstandard für Projekte, Programme und Portfolios erschienen

Autor: Michael Taube

MTA-Gesicht

Seid wenigen Monaten ist die vollständig überarbeitete Version der "Individual Competence Baseline (ICB4)" veröffentlicht.
Die IPMA (International Project Management Association) entwickelt damit ihre jahrelange Bemühungen um eine Grundlage für das Projektmanagement weiter.
Neben Projektenkompetenzen umfasst der neue Standard auch alle Kompetenzen um Programme wie Portfolios zu bearbeiten.
In Kompetenzbereichen "People", "Perspective" und "Practice" aufgeteilt, beschribt die ICB4 29 Kompetenzelemente. Wichtig daran ist, dass diese Elemente bis auf eine Ebene der beobachtbaren und kontrollierbaren Indikatoren herunter gebrochen sind. Damit können sie sowohl der Selbsteinschätzung als auch Weiterbildern und Coaches für die Konzeptionierung neuer Inhalte dienen.
Das Zertifizierungssystem der IPMA wird im laufenden Jahr an die neuen Vorgaben angepasst.
Beurteilung: Mit der ICB4 löst sich die IPMA vom reinen Kompetenzansatz in Richtung einer prozessorientierung die bei vielen anderen Projektmanagementsystemen schon gültig ist. Sicher ein guter und richtiger Schritt. Andersherum entfällt damit die Einzelfertigkeit des Ansatzes. Ich hoffe, dass das neue Zertifizierungssystem in Deutschland der GPM genauer, klarer und nachvollziehbarer wird.