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In jedem Projekt müssen irgendwann mal verlässliche Zahlen auf den Tisch kommen. Dabei ist es egal, ob wir uns im klassischen oder in agilen Projektmanagementsystemen agieren. Die Aufwandsschätzung steht an.

Um zu verstehen, wann wir den Aufwand für ein Projekt (oder kleiner ein Arbeitspaket) schätzen zu müssen, müssen wir den Begriffswirrwarr klären:

  • Aufwandsschätzung
  • Aufwandsabschätzung
  • Kalkulation

um nur die drei wichtigsten zu nennen.

Aufwandsabschätzung

Die Aufwandsabschätzung ist ein Akt großer Ungenauigkeit. Abschätzen bedeutet soviel, wie mit dem dicken Daumen etwas zu beurteilen.

Ein Abschätzung von (Personal-)Aufwand kann jederzeit im Projekt erfolgen. Allerdings wird sie am ehesten in der Initialisierungsphase (Phasenmodell nach DIN) oder bei der Füllung des Product Backlogs (Scrum) durchgeführt.

Aufwandsschätzung

Die Schätzung von Aufwendungen ist dagegen ein “normaler” Akt während der Projektplanung. Im Phasenmodell finden wir die Aufwandsschätzung in der Ressourcenplanung der Planungsphase. Sie wird mit der anerkannten Methode der Schätzklausur durchgeführt.

In Scrum finden wir das Aufwandschätzen im Sprint Planning Meeting. Dort benutzt man den Scrum-Poker.

Kalkulation

Die Kalkulation ist der Vorgang um Aufwände zu erheben. Denn die Kalkulation basiert auf Angebote, messbare und/ oder gemessenen Werten und der bloßen Mathematik.

Einen Aufwand zu kalkulieren entspricht dem Wunsch, ein Arbeitspaket (DIN) sauber zu beschreiben und mit verlässlichen Zahlen aufzufüllen.

Kalkulation vor Schätzung

Für die Planung Ihres klassischen Projekte sollten Sie immer erst versuchen Aufwände zu kalkulieren. Wenn Sie keinen verlässlichen Input für eine Kalkulation haben, ist eine Schätzung methodisch und praktisch erlaubt und sinnvoll.

In agilen Projekten/ Vorgehensmodellen ist eine Kalkulation nicht vorgesehen. Hier wird immer geschätzt..und es klappt auch.