PM verstehen: Ja zu Lasten- und Pflichtenheften

Ich erlebe häufig, dass Projektteilnehmer, vor allem der Projektleiter und sein Beauftrager mitten im Projekt darüber diskutieren, warum sie das Projekt machen. Dabei kommt nicht nur die Sinnhaftigkeit des Projektes auf, sondern beide sind sich nicht klar darüber, was eigentlich der Projektgegenstand ist.

Deshalb möchte ich hier eine Lanze brechen für die Erstellung von Lasten- und Pflichtenheften VOR dem Projektstart.

Lastenheft

Das Lastenheft ist ein Dokument des externen oder internen Kunden. Im Lastenheft beschreibt dieser Kunde, was er haben möchte und zwar in seiner Sprache. Neben den technischen Anforderungen kommen auch nicht-funktionale Ziele und die Begründungen dafür in das Lastenheft. Er beschreibt also das WAS und WOFÜR.

Manchmal benötigt der Kunde externe Unterstützung bei der Erstellung. Damit soll verhindert werden, dass Kunden Anforderungen stellen, die von Hause aus nicht möglich sind. Ich empfehle bei dieser Arbeit nicht den zukünftigen Lieferanten zu nehmen.

Pflichtenheft

Das Pflichtenheft stellt die Antwort des Lieferanten bzw. Dienstleister des Kunden dar. Wir beschreiben, wie wir die Anforderungen erfüllen wollen, wie lange es dauern wird, was es kostet. Das Pflichtenheft beschreibt damit das WIE und WOMIT.

Gerade bei internen Projekten wird dieser Prozess übersehen oder durch den Satz “Ihr wisst ja, was wir wollen) ersetzt. Daher kommt es häufig zu schlechten Projekten.

Nachdem sich Kunde und Lieferant geeignet haben, kommt es zum Vertrag und das Projekt kann beginnen. Da wir jetzt wissen, was das Ergebnis ist, können wir auch optimiert planen.

Haben Sie Fragen zum Beitrag? Schreiben Sie mir bitte: michael.taube@deutsche-projekt-akademie.de